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KREATV
KREATV Bildcollage

#BROADCASTWORLDWIDE

Was aussieht wie Fernsehen,
steht vorher stundenlang im Saal.

Was unterscheidet eine Übertragung von einer Aufnahme?
Alles, was passiert, bevor die Kamera läuft.

Livestream-Technik: Kamera, Licht, Ton und Zuschaltungen.

Diese Seite beschreibt, was bei einer Mehrkameraproduktion vor Ort tatsächlich aufgebaut, eingemessen und bedient wird. Sie ist für alle gedacht, die wissen wollen, wofür sie bezahlen — und für alle, die es selbst versuchen und vorher wissen möchten, worauf es ankommt.

Das Beschriebene gilt für drei Leistungen gleichermaßen. Kamera, Licht, Ton, Regie und Grafikzuspielung sind bei einer Livestream-Produktion, bei einer Aufzeichnung ohne Übertragung und bei einem Video-Podcast dieselben. Was sich unterscheidet, ist nur, was danach mit dem Signal geschieht: live übertragen, archiviert oder veröffentlicht. Der Aufbau im Raum ist derselbe.

Wenn Sie zuerst wissen möchten, ob Sie das alles überhaupt brauchen: Die Seite zum kostenlosen Livestream zieht die Grenze. Hier geht es um die Seite danach.

1 · Das Kamerasystem

Ein einziger Blickwinkel wird schnell monoton. Eine produzierte Übertragung arbeitet mindestens mit zwei, in der Regel mit drei Kameras — nicht als Effekt, sondern weil der Wechsel die Aufmerksamkeit hält.

Was dabei entscheidet

2 · Das Licht

Licht ist der Punkt, an dem sich am meisten entscheidet und am wenigsten improvisieren lässt. Deckenleuchten erzeugen Schatten in den Augenhöhlen; keine Kamera und keine Nachbearbeitung holt das zurück. Gearbeitet wird mit dem klassischen Drei-Punkt-Aufbau.

Licht zu setzen dauert. Es ist der Grund, warum der Zugang zum Veranstaltungsort am Vortag einen spürbaren Unterschied im Ergebnis macht.

3 · Der Ton

Zuschauer verzeihen ein mäßiges Bild über eine ganze Stunde. Schlechten Ton verzeihen sie keine zwei Minuten.

Bei Veranstaltungen mit mehreren Mitwirkenden ist das keine Nebentätigkeit. Dann arbeitet KREATV mit einem Tonmeister, der eigenes Equipment einbringt.

4 · Regie und Bildmischung

Die Regie führt alles in Echtzeit zusammen. Hier entsteht das, was der Zuschauer tatsächlich sieht.

Dieser Live-Schnitt ist der einzige Schnitt, den eine KREATV-Übertragung erfährt: zwischen gleichzeitigen Blickwinkeln auf denselben Moment. Danach wird nichts umgestellt, gekürzt, nachgestellt oder nachvertont.

5 · Folien und Grafiken zuspielen

Präsentationen müssen lesbar sein, auch auf einem Telefon. Das ist weniger eine Frage der Auflösung als der Zuspielung und der Gestaltung.

Wie Folien aussehen müssen, damit sie durchkommen

Diese drei Punkte sind der billigste Qualitätsgewinn einer ganzen Produktion — und der einzige, den Sie selbst in der Hand haben, lange bevor jemand eine Kamera aufbaut.

6 · Gäste live zuschalten

Zuschaltungen sind das wirkungsvollste Mittel, eine Übertragung abwechslungsreich zu machen — und zugleich die größte Fehlerquelle: Echos, Bildmatsch, Verbindungsabbrüche. Damit eine Zuschaltung sauber klingt und aussieht, braucht es ein eigenes Werkzeug, ein geordnetes Audio-Routing und vorbereitete Szenen.

Nicht den Besprechungsraum abfilmen

Die Bildschirmübertragung eines gewöhnlichen Videoanrufs wird nicht in den Stream gespiegelt. Das ergibt unscharfes Bild und abgehackten Ton. Zuschaltungen laufen über Werkzeuge, die dem Gast einen eigenen, sauberen Bild- und Tonkanal geben.

Das Echo lösen: Mix-Minus (N−1)

Das größte Risiko bei Gästen ist, dass sie sich selbst zeitversetzt über den Stream hören. Zwei Maßnahmen verhindern das:

Wie die Zuschaltung aussieht

Der Green Room

Eine Übertragung bricht nicht ab, weil ein Gast live sein Mikrofon sucht — sondern weil niemand vorher nachgesehen hat.

7 · Mehrere Gäste gleichzeitig: die Talkrunde

Mit vier oder fünf gleichzeitig zugeschalteten Personen steigt die Komplexität sprunghaft. Entscheidend sind drei Dinge: Bandbreite, Szenenlayout und Regieführung.

Bandbreite und Rechenleistung

Qualität und Anzahl paralleler Streams und Zuschaltungen hängen immer von der vor Ort durchgängig verfügbaren Bandbreite ab. Diese wird vor jeder Produktion gemeinsam geprüft. Reicht die Leitung nicht, wird das vorher gesagt und nicht während der Sendung festgestellt.

Layouts statt Kachelraster

Das Standardraster eines Besprechungswerkzeugs sieht aus wie eine Besprechung. Für eine Sendung werden die Ansichten vorher angelegt und dann angefahren:

LayoutWas zu sehen istWofür
Panelalle Teilnehmenden gleich groß auf gestaltetem Hintergrund, je mit BauchbindeBegrüßung, Schlussrunde, Abstimmungen
Sprecher und Paneldie sprechende Person auf 60 bis 70 Prozent des Bildes, die übrigen klein an der Seite oder untender Normalfall — die Reaktionen der anderen bleiben sichtbar
Duellnur die zwei Personen, die gerade miteinander diskutierenStreitgespräch, direkte Erwiderung
Vollbild StudioModeration allein, MehrkameraAnmoderation, Überleitung, Einspieler anmoderieren

Regieführung und Absprachen

8 · Bewegte Kamera ohne Kameramann

Motorisierte Kameraführung erlaubt es, Fahrten exakt wiederholbar abzurufen, ohne dass hinter jeder Kamera eine Person steht. KREATV arbeitet dafür mit dem edelkrone-System, dessen Komponenten untereinander kommunizieren und sich zu einem gemeinsamen Bewegungsablauf verbinden lassen.

Die Achsen

Wie die Fahrten entstehen

Das System arbeitet nach dem Prinzip eines kollaborativen Roboters: Die Kamera wird von Hand an die gewünschte Startposition geschoben und diese Position gespeichert, dann an die Endposition und ebenso gespeichert. Kurve und Geschwindigkeit dazwischen berechnet das System selbst. Das ist erheblich schneller und präziser, als eine Fahrt über Joysticks einzurichten.

Bewegt sich die Moderation im Studio oder dreht sie sich zu einem Gast, korrigieren Schwenkkopf und Slider die Achsen währenddessen nach, sodass der Bildausschnitt stabil bleibt — ohne das Bild digital zu beschneiden oder zu verzerren.

Was das für die Sendung bringt

Die Einschränkung: Motorisierte Fahrten ersetzen keine mitdenkende Kameraführung bei unvorhersehbaren Abläufen. Sie spielen ihre Stärke dort aus, wo Positionen vorher feststehen — Podium, Moderationsplatz, Bühne, Studio. Bei einer Veranstaltung, auf der sich Menschen frei bewegen, bleibt eine geführte Kamera die bessere Wahl. Welche Mischung sinnvoll ist, gehört ins Vorgespräch.

Was davon Ihre Veranstaltung braucht

Nicht jede Produktion braucht alles, was hier steht. Ein Grußwort braucht Licht und Ton und sonst wenig. Eine Hauptversammlung braucht Mehrkamera, saubere Zuspielung und doppelte Aufzeichnung, aber keine Fahrten. Eine Talkrunde mit zugeschalteten Gästen braucht fast die ganze Liste.

Und was sich je nach Leistung unterscheidet

LivestreamAufzeichnungVideo-Podcast
Kamera, Licht, Tonwie beschriebenwie beschriebenwie beschrieben
Live-Bildregiezwingendzwingend, spart die Nachbearbeitungzwingend
Leitung vor Ortentscheidendnicht erforderlichnicht erforderlich
ZuschaltungenMix-Minus, Green RoomMix-Minus, Green RoomMix-Minus, Green Room
Motorisierte Kamerabei festen Positionenbei festen Positionender Regelfall, weil die Positionen feststehen
Was danach geschiehtlive übertragen, danach archiviertarchiviert und eingebundenveröffentlicht, Folge für Folge

Die Zeile, die am häufigsten überrascht: Ohne Übertragung entfällt die Leitung, nicht der Aufbau. Eine Aufzeichnung ist nicht billiger, weil weniger Technik im Raum steht — sie ist es, weil ein Risiko wegfällt.

Der Live Stream Finder sortiert das anhand Ihrer Angaben und sagt auch, wenn der Aufwand für Ihre Veranstaltung zu groß wäre. Was er nicht ersetzt, ist das Vorgespräch — die Bandbreite vor Ort, der Zugang am Vortag und die Frage, wer im Saal was macht, lassen sich nicht ankreuzen.

Häufige Fragen

Wie viele Kameras braucht eine Veranstaltung wirklich?

Zwei sind die Untergrenze, sobald jemand länger als zwanzig Minuten spricht: eine Totale als Sicherheitsbild und eine nahe Einstellung. Drei sind der Normalfall bei Podium, Bühne oder Präsentation. Mehr ist selten eine Frage der Bildwirkung und meistens eine Frage des Saals — etwa wenn eine Seite aus baulichen Gründen nicht einsehbar ist.

Warum ist der Zugang am Vortag so wichtig?

Weil Licht und Ton Zeit brauchen und beides nicht parallel zur laufenden Veranstaltung eingerichtet werden kann. Ist der Zugang erst am Veranstaltungstag möglich, verschiebt sich der Aufbau in die frühen Morgenstunden und das Team ist entsprechend länger im Einsatz. Machbar ist es, aber es kostet mehr und lässt weniger Spielraum für Überraschungen.

Können wir unsere Folien einfach von der Leinwand abfilmen lassen?

Technisch ja, sinnvoll nein. Eine abgefilmte Leinwand ist überstrahlt, perspektivisch verzerrt und regelmäßig durch Köpfe verdeckt. Die Präsentation wird digital eingespeist — dafür genügt ein HDMI-Abgriff oder ein zweiter Rechner. Das ist kein Mehraufwand, nur eine andere Reihenfolge in der Planung.

Unsere Gäste wollen keine Kopfhörer tragen. Geht es auch ohne?

Nein, nicht zuverlässig. Ohne Kopfhörer gelangt der Sendeton aus den Lautsprechern des Gastes zurück in sein Mikrofon, und der Gast hört sich zeitversetzt selbst. Das macht freies Sprechen praktisch unmöglich. In-Ears genügen und sind auf dem Bild kaum zu sehen.

Was passiert, wenn ein zugeschalteter Gast die Verbindung verliert?

Die Regie schaltet auf ein Layout ohne ihn und die Moderation führt weiter — deshalb sind die Layouts vorher angelegt und nicht während der Sendung gebaut. Der Rückkanal bleibt offen, und sobald der Gast zurück ist, wird er wieder aufgeschaltet. Die Aufzeichnung läuft davon unabhängig weiter.

Ersetzen motorisierte Kameras den Kameramann?

Bei festen Positionen weitgehend ja, und dort sogar präziser und ruhiger. Bei einer Veranstaltung, auf der sich Menschen frei bewegen, nicht. In der Praxis ist die Mischung üblich: Die Totale und die Führungskamera laufen motorisiert, eine Kamera bleibt geführt.

In welcher Auflösung wird produziert?

In Full HD, mit adaptiver Bitrate. Das ist die Auflösung, in der die eingesetzten Bild- und Tonmischer das Programmsignal ausgeben. Höhere Auflösungen werden nicht angeboten.

Brauchen wir für den Ton wirklich eine eigene Person?

Bei einer sprechenden Person nicht. Sobald mehrere Mikrofone im Spiel sind, Zuschaltungen dazukommen oder der Saal beschallt wird, schon — dann wird während der Veranstaltung laufend nachgeregelt. Dafür arbeitet KREATV mit einem Tonmeister, der eigenes Equipment mitbringt. Der Posten steht im Angebot offen ausgewiesen.

Let's talk.

Jens Achtert · Produzent und Regisseur · Calw
+49 7051 8063380 · service@kreatv.de

Sagen Sie, was stattfindet, wo und mit wem — dann sage ich Ihnen, was davon aufgebaut werden muss und was nicht.